Zehn Tage vor
der Vollendung seines 36. Lebensjahres mußte Fritz Wunderlich die irdische
Bühne verlassen. Zu früh ist er Erinnerung geworden.
Die strahlende Tenorstimme, die sich
bereits einer
internationalen Karriere erfreute, ist verstummt. Fritz Wunderlich, 1930 als Sohn
eines Kapellmeisters und einer Geigerin im pfälzischen
Städtchen " Kusel " geboren, stand
seit den Salzburger
Festspielen 1959, wo er sich als Henry in der " Schweigsamen Frau " von Richard Strauss Schlagzeilen
ersang, in dem begründeten Ruf, der ausdrucksvollste
lyrische
Tenor der
jüngeren deutschen Generation zu sein. Das ganz
persönlich gefärbte, gänzlich unmanirierte Timbre
seiner Stimme verband männliche Kraft mit edler,
geradezu delikater Phras -
ierungskunst,
Schmelz mit Espressivo, Intelligenz mit Natürlichkeit. Wunderlich, der 1955 von der Freiburger
Musikhochschule weg an die Württembergische Staatsoper verpflichtet worden
war, erlebte
einen auf deutschem Boden beispiellosen Aufstieg. Als
Star der Opernbühne mit strahlender Stimme und
schauspielerischen Gaben ausgestattet, erarbeitete er
sich schnell ein
Repertoire,
das nur noch mit dem Attribut " universal "
gekennzeichnet werden konnte. Durch die Mühelosigkeit
seines Belkanto, seine darstellerische Gewandheit und den
bis zur Selbst -
persiflage
aufgelegten Humor, zugleich aber auch durch den
künstlerischen Ernst der interpretorischen Arbeit
überzeugte, ja begeisterte er sowohl in den lyrischen
Partien Mozarts, der
deutschen Spieloper,
Smetanas, Tschaikowskys und Puccinis als auch in der
voller Anteilnahme gestalteten Rolle des Bach - Evangelisten
und
nicht zuletzt in den jugendlich - strahlenden
Operettenpartien
seines Fachs. Langsam drängte der Kammersänger Fritz Wunderlich, Ensemblemitglied
in Stuttgart
und München, längst gefeierter
Gast aller großen Bühnen zwischen
Buenos Aires und Wien und kurz vor
seinem Debüt an der neuen New Yorker " Met ", über das
Opemfach hinaus : Er pflegte mehr und mehr Lied und
Oratorium, auch hier ein Meister seiner
Mittel.
Deutschlands Feuilletons waren voll ehrender Trauer für
diese junge und doch schon große Stimme von Weltruf. Nur
noch die Schallplatte bewahrt uns jetzt die hohe Kunst
der Kan -
tilene Fritz Wunderlichs. Seinem Andenken
ist diese Schallplatte mit Glanzstücken seines
Repertoires gewidmet.
Beschreibung
:
Hier eine
sehr gut erhaltene deutsche 12´ LP - Impression ( aus
dem Repertoire der Electrola ) 6646 - Stereo, anläßlich
zum Andenken an " Fritz Wunderlich " ( Tenor ) 1966 von
der " Deutschen
Buchgemeinschaft
" als Sonderauflage ( 5000 Stück ) nur für
Clubmitglieder in Deutschland aufgelegt. Die LP ist mit
außerordentlichen Glanzstücken dieses einmaligen
Tenor´s bestückt und zeigt
sein
umfangreiches Können in allen Bereichen der Sanges und
Schauspielkunst. Die LP gilt in Sammlerkreisen alleine
schon durch die geringe Auflage, als sehr selten und
dürfte beim anhören
jedem
Anhänger dieses emotionalen Tenor´s sehr viel Freude
bereiten. Die Platte zeigt ( für das Alter von 44 Jahren
) nur feine Oberflächenwischer und die Label sind sauber
( M- ) und läßt
sich
wunderbar knisterfrei abspielen. Das Cover zeigt
ebenfalls nur die normalen Alterserscheinungen ( VG+ )
und ist nicht beschrieben oder sonst irgendwie
beeinträchtigt sodaß sich ein
tolles
Komplettangebot ergibt. Hervorzuheben ist die Tatsache,
das Liebhaber der Ursprungsaufnahmen ( Analog ) mit
dieser LP in den Genuss kommen, die Lieder so zu hören
wie sie diese
von damals
auch in den Ohren haben und nicht wie heutzutage "
digitalisiert " und mit etlichen Musikprogammen per
Computer umgearbeitet und dadurch ist das Klangbild zwar
absolut sauber
in allen
Frequenzbereichen, aber für meine Begriffe verfälscht
und damit nicht naturgetreu. Mit einer guten Anlage kann
man den Hörgenuss auch noch steigern und dazu gehört
diese LP und
keine CD (
Compact Disc ). Auch das Original Cover versetzt den
Besitzer dieser LP beim betrachten zudem noch in die
damalige Zeit und krönt damit beim anhören noch
zusätzlich die Freude