- Edle
original deutsche 12' LP - MPS 15 253 - Stereo
von " The
Dave Pike Set - Four
Reasons "
- und
" Jazzrock
" vom
allerfeinsten mit informativen toll bebilderten
Klapp - Cover ( Fold Out ) 1969 !
- Ansicht
: Klapp - Cover
außen Vorder und Rückseite !
- Angebot : " Eine "
original deutsche 12' LP - MPS 15 253 - Stereo von " The
Dave Pike Set - Four
Reasons "
mit Klapp - Cover 1970 !
- Tonträger - Format
: 12'
LP ( Langspielplatte 30 cm ) mit 8 Titel
- LP - Name : "
Four Reasons "
- Interpreten : "
The Dave Pike Set "
- Dave Pike - vibes, tambourin
- Volker Kriegel - guitar, sitar,
e-bass
- J. A. Rettenbacher
- bass,
e-bass, cello
- Peter Baumeister
-
drums, percussion
- Label - Nr. :
MPS 15 253 - Stereo (
Erstausgabe )
- Matritz - Nr. : A. Seite : 1
P 1969 H9 oV A1 25 654 018 S1 MPS 15253 S1 ( gestanzt )
- B. Seite
: 1 P 1969 H9 oV A1 25 654 018 S2 MPS 15253 S2 ( gestanzt
)
- Musik - Gesellschaft
: GEMA
- Erschienen : 1969
- Land : Deutschland (
Germany )
- Genre : Jazz - Rock
- Abspielgeschwindigkeit
: 33
1/3 U/pM
- Zustand :
Platte und Klapp - Cover sehr
gut erhalten ( M- / VG+ )
- Preis : VHS
- Besonderheit
: Die beste 12' LP dieser
Jazzrock - Formation mit dem noch jungen
- " Volker
Kriegel "
an der Gitarre und bis dato neuen Klängen im Jazzrock -
Berreich !

- Ansicht :
Klapp - Cover innen links und rechts !
- Side 1 :
- 1.
Greater Kalesh No. 48 ( Volker Kriegel )
5' 50
- 2. Professor
Porno's Romance ( Dave Pike ) 3' 50
- 3.
Cornflower Girl ( J. A. Rettenbacher ) 2' 42
- 4. The
Seventh Day ( Dave Pike ) 2' 46
- 5. Turn
Around Mrs. Lot ( Dave Pike ) 5' 18
- Side 2 :
- 1.
Goodtime Charlie At The Big Washdown (
J. A. Rettenbacher ) 6' 57
- 2. A
Nose Opener ( Volker Kriegel ) 5' 20
- 3. a ) Four
Reasons
- b ) Sitting
On My Knees ( Volker Kriegel ) 5' 45
- Crew : "
The Dave Pike Set "
- Produced by : Willi
Fruth
- Recording Director
: Willi Fruth
- Recording Engineer
: Rolf Donner
- Recorded :
August 1969 at MPS Tonstudio Villingen
- Cover Photo and
Design : Bernhard Wetz
- Liner Photos : Hans
Harzheim / Alf Bludschun / F. Krause / Jörg Becker
- P - 1969 (
MPS Records Villingen ( Schwarzwald )

- Ansicht : Die
beiden Label der 12´ MPS - LP !
- Beschreibung : (
Klapp - Cover innen " Deutsch
" )
- " Der Rettenbacher ist
schuld daran ".
- Es war im Sommer 1968.
Gitarrist Volker Kriegel und
Schlagzeuger Peter Baumeister spielten
in Frankfurt. In die Stadt kamen mit einer Tony
- Scott - Tournee der Bassist Hans
Rettenbacher und
- der amerikanische
Vibraphonist Dave Pike, der
1966 nach Berlin übergesiedelt war. Damals hatte er sich
oft mit dem Bassisten aus Wien getroffen, der ihm zu
seinen ersten Jazz - Kontakten ( und -
- Kontrakten ) auf dem Alten
Kontinent verhalf. Daß Dave Pike
inzwischen Wahl - Europäer ist : der Rettenbacher ist (
ein wenig ) schuld daran. Und auch daran, daß aus der
mehr oder weniger zu -
- fälligen Begegnung der vier
Musiker in Frankfurt erst eine Session und dann diese
Session zur Geburtsstunde eines neuen Quartetts wurde :
" Eigentlich haben wir nur eine Nacht lang zusammen
- gespielt. Aber es war so
ungeheuer gut, daß Hans sagte,
wir sollten beisammenbleiben. Der Rettenbacher ist
schuid daran," Schuld ist er ", daß es das
Dave Pike Set gibt. " Jet " Set,
so wurde die
- Gruppe in den ersten Monaten
ihres Bestehens von tüchtigen Promotern plakatiert -
wohl nach jener alten Pike - LP, die " Jazz
for the Jet - Set " verhieß. Das
Quartett hat sich gegen das werbe -
- trächtige Etikett mit Erfolg
und zu Recht gewehrt. Jazz für den Nachwuchs der High
Snobiety und die jugendliche Schickeria, Jazz zum
Leisestellen und als Geräuschkulisse für Bar -
Geplauder :
- das eben ist die Sache des Dave
- Pike - Set nicht. Unrecht tut dem Set -
Jazz, wer ihn unter der Sparte "
Music for easy listening " verbucht (
als wäre das nicht das Schlimmste, was über Musik
- gesagt werden kann ).
Freilich - die Klarheit und Transparenz des Quartett -
Klanges, die eingängige " Instant Hit " -
Qualität von Kompositionen wie "
Professor Porno's Romance " und " Four
- Reasons "
mag dazu verführen, das Dave Pike Set je
nach Standpunkt in der derzeit beliebten "
Jazz contra Pop " - Diskussion als
" erstes Pop - Jazz - Ensemble in
Deutschland " zu feiern oder
- zu verdammen. Wie unsinnig
diese Debatte ist, wie unsinnig es ist, Rubriken zum
Rubikon musikalischer Leistung zu erheben - dafür
liefert FOUR REASONS
acht zwingende, weil swingende Gründe.
- Aus der Spanne musikalischer
Möglichkeiten zwischen dem Indo - Jazz "
Grealer Kalesh No. 48 " und der
iberisch eingefärbten Rock - Ballade "
Four Reasons " zwischen dem strikten
Jazz - Waltz
- "
Corriflower Girl " und der Free -
lmprovisation " Turn Around Mrs. Lot
" schafft das Quartett seine stilistische
Identität, unbekümmert überspielt es den Rubikon der
Rubriken, macht hörbar, was sie
- sind : Begriffssysteme, die
jederzeit von der Musik selbst überholbar sind.
Stilbruch, der keiner ist, als Stil - Prinzip - das
...mag der allgemeine ( notwendig grobe ) Nenner für den
Jazz des Dave Pike
- Set sein.
- Scheinbar disparate Elemente werden zu neuer Einheit
verschmolzen. Voraussetzung dafür ist der undogmatische
Umgang mit dem musikalischen Material. Unbeschwert vom
Zwang
- herkömmlicher Regeln und
Verfahrensweisen wird es in neuem Zusammenhang neu
interpretiert. Besonders deutlich wird diese befreiende
Uminterpretation im harmonischen Bereich, an Stücken
- wie "
Professor Porno's Romance " und " Four
Reasons ": offene, reine
Akkorde; es ist, als würde der simple Dreiklang
wiederentdeckt. Die Verknüpfung aber dieser Akkorde
unter liegt ( wie auch
- in der neuen Pop - Musik, in
der solche Akkord - Rückungen zuerst erprobt wurden ) in
keiner Weise mehr den strengen Regeln harmonischer
Progression, die der moderne Jazz noch da peinlich
- genau erfüllte, wo er sie
mit Substitionen und Nebenstufen kunstvoll verschleierte.
Die Gesetze dominantischer Harmonik sind aufgehoben, es
waltet die unvorhersehbare Logik reiner Klang - Musik.
- Ähnlich wie die Harmonik
wird in " Turn Around Mrs. Lot "
das Chorus - Schema umgedeutet : Das Thema - hektische
Schleuderfiguren mit anschließender Rubato - Passage und
einer kurzen Kol -
- lektiv - Improvisation - gibt
nicht mehr die harmonische Grundlage der Improvisationen
ab, sondern bestimmt deren Struktur; in ihnen wird der
Wechsel von " gebundener " und " freier
" ( Rubato ) -
- Rhythmik ebenso aufgegriffen
wie die ins Thema selbst einkomponierte Kollektiv -
Improvisation. Diese übernimmt zudem noch für die
Großform die Funktion, die Soli logisch miteinander zu
ver -
- knüpfen. Dies ist, wie
gesagt, kein Jazz zum Nebenbei hören. Noch vier kurze
Hinweise ( Four Reasons )
für Hinhörer : Die ironische Verkehrung des
Verhältnisses von indischer Musik und Jazz
- in " Grealer
Kalesh No. 48 " ( das modale,
jazzmäßige Thema wird mit einer tala, einer indischen
Rhythmus - Reihe - 3 + 3 + 2 -unterlegt. Kriegels Sitar -
lmprovisation von einem swingenden 4 / 4 -
- Puls begleitet ! );
Rettenbachers melodiöser Kontrapunkt zum Gitarrensolo in
" The Seventh Day ";
der hypnotische, perkussive Background von Bass und
Schlagzeug in " Goodtime Charlie ",
der
- die Sound - Erruptionen der
Gitarre emotional vorbereitet und ermöglicht, dann der
Rollentausch zwischen Bass und Schlagzeug im letzten Teil
desselben Titels : eine Ostinato - Figur von Retten -
- bacher als rhythmisches
Fundament von Baumeisters
Solo; und schließlich die Überlargerung von Dreier und
Vierer - Rhythmen im Thema von " A
Nose Operier ". Daß es das
Dave Pike Set gibt
- der Rettenbacher, sagen sie,
ist schuld daran : Dem Rettenbacher sei Dank.
- Manfred Miller
- Beschreibung : (
Klapp - Cover innen " Englisch
" )
- " Put the blame on
Rettenbacher..."
- It was in the Summer of 1968.
Guitarist Volker Kriegel and
Drummer Peter Baumeister
were playing in Frankfurt when American Clarinetist
Tony Scott came into Town on Tour,
bringing with him Bassist
- Hans Rettenbacher and
the American Vibraphonist Dave Pike, who
had settled in Berlin in 1966. There he'd met Hans
often and the Bassist from
Vienna had helped Dave on
his first Contacts ( and
- Contracts ) in the " Old
World ". So Hans has
to take some of the blame that Dave has
become a " European " and a lot of the "
blame " for the Fact that out of the Session in
Frankfurt, a new Quartet
- was born. "Actually, we
only played one Night together, but it was so beautiful
that Hans
said we should stay together. Put the blame on Hans."
He is responsible that the Dave Pike Set was
born. "Jet
- Set", is how clever
Promoters advertised the Quartet in the first Months of
its Existence - no doubt thinking about the older
Dave Pike LP, " Jazz
for the Jet Set ". Fortunately, the
Combo was able to
- shake off this Label which
made one think of a second Generation of High Snobiety
and Jazz for the Chic - Chicks, Jazz to play low and as
Background Music for the Witticisms in a Bar - this
wasn't
- the Combo's Bag and those who
Pigeonholed it under " Music foreasy
listening " did it wrong ( as if
that isn't the worse you can say about any Music anyway
). It is, however, only natural that the clarity
- and transparent quality of
the Quartet's Sound, and the "
Instant Hit " appeal of such
Compositions as " Professor Porno's
Romance "and "
Four Reasons " have led the Combo to
be either praised or
- damned - according to your
Point of view in the current controversy over Jazz and
pop - as the first " Pop - Jazz Ensemble
" in Gerrnany. Just how
nonsensical the whole Debateon this Subject is, is
- proven by
FOUR REASONS, which offers EIGHT swinging
reasons why the whole Subject is a waste of Time. Using
the scope of Musical possibilities ranging from the Indo
- Jazz of " Greater Kalesh
- No. 48 " and the Spanish
- tinged Rock Ballad, Four Reasons,
the straight - ahead Jazz Waltz, Cornflower Girl, and
trie free improvising of "
Turn Around Mrs. Lot ", the Quartet
carves out its own
- special thing and
demonstrates decisively that its carefree Way of swinging
exposes Musical Categories for what they are -
Conceptions which the Music itself can overcome. A
breaking of Style which
- in itself is a principle of
Style - that is, perhaps, the best Way ( if unsubtle ) of
describing the Jazz played by the Dave
Pike Set. Seemingly disparate Elements
are blendend into a new unity. This can only
- be achieved by an undogmatic
handling of the Musical Material. Unhampered restraints
of traditional Rules, it is given a new Interpretation in
a new context. As far as chords go, this new
Interpretation
- becomes particularly clear in
Numbers like " Professor Porno's Romance
" and " Four Reasons "
: open, clear Chords - as if the simple triad had been
rediscovered. But the combining of these Chords
- ( as was first done in modern
Pop Music ) is in no Way dependent upon the Rules of
strict Progression which, for Example, modern Jazz
follows - even if it disguises them with substitutions
and Vari -
- ations.The Rules of
traditional Harmony are modified and the unpredictable
Logic of pure Sound Prevails. And, as with the Harmonies,
so is the Solo " Structure reinterpreted - for
Example, in Turn
- Around Mrs. Lot. The Theme -
Intervals springing hectically from the same Basic Tone
followed by a Rubato Passage and a short collective
Improvisation - no longer serves as the Harmonie Base for
- the Improvisations, but
instead determines their Structure. They take up the
change from " Bound
" to " free " ( Rubato ) Rhythm as well as
the collective Improvisation which is pari of ihe theme
itself.
- This in turn serves to link
the Solos together logically in the Overall Form. Once
again, this is not Jazz for " Easy
Listening." Here are four more
clues for serious Listeners ( Four
Reasons ) : the ironical
- Inversion of the Relationship
of Indian Music and Jazz in "
Greater Kalesh No. 48 " wherean
Indian Rhythmic Sequence ( Tala ) of 3 + 3 + 2 underlays
the Jazz - like Theme, and a swinging 4/4 Beat
- Backs Volker
Kriegel's Sitar Solo; Rettenbacher's
Melodic Counterpoint to the
Guitar - Solo in " The Seventh Day
"; the hypnotic percussive Background of Bass and
Drums in " Goodtime Charlie
"
- which emotionally pave the
Way and make possible Sound Eruptions by the Guitar (
and: later on in the same Number the shifting of
Functions by the Bass and Drums as Rettenbacher
lays down
- an ostinato Figure as
Rhythmical Base for Baumeister's
Solo ); and, finally, the intermingling of 3/4 and 4/4
Rhythms in A Nose Opener. As we said at the Beginning,
it's all Hans Rettenbacher's
fault
- that there is a Dave
Pike Set. Thanks, Hans.
- Translated by Gisela
Miller and Clay
Sherman
- Beschreibung :
- Hier eine sehr gut erhaltene
original deutsche 12´ LP - MPS 15 253 - Stereo, von der
1969 in Deutschland neu gegründeten Jazzrock - Formation
" The Dave Pike Set "
mit einer sehr guten
- Besetzung und auch dem
Willen, neue Wege im Jazz - Bereich zu gehen. Wenn man
sich die Titel intensiv anhört, kann man heraus hören,
das der Experimental - Bereich des Quartetts doch
- sehr hoch war und auch für
meine Begriffe ganz klar in Jazzrock einzustufen ist. Die
Titel sind zwar harmonisch und melodiös, was sie
einzelnen Instrumente angeht, aber diese in den Jazz -
Pop
- Bereich einzustufen, wie es
einige hochkarätige Musik - Kritiker gemacht haben,
halte ich für verkehrt. Es fließen zwar viele
Musikelemente aus den verschiedenen Genre´s ein aber der
Löwen -
- anteil ist doch astreiner
Jazzrock der moderneren Art. Wie dem auch sei, Musik ist
Geschmackssache und für mich ist diese LP ein
Meilenstein im Jazz überhaupt, da doch alle Titel durch
das
- grandiose Gitarrenspiel des
damals noch jungen Wiesbadener´s " Volker
Kriegel ", mit dem
Sahnehäubchen belegt worden sind. Auch die anderen
Musiker stehen dem kaum nach, sodaß
- sich für einen Anhänger
dieser doch speziellen Jazz - Musik sicherlich eine
interessante LP ergibt. Die Platte zeigt für das Alter (
42 Jahre ) keinerlei Beeinträchtigung ( M- ) und die
Label sind
- sauber ( Empfehlung für
Mintsammler ). Das Cover steht dem kaum nach ( VG+ ) und
zeigt nur die üblichen Alterserscheinungen, ist aber
weder beschrieben noch geknickt sodaß sich ein
- gutes Komplettangebot für
eine Jazzrock Anhänger ergibt.